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Wichtige Informationen zur Ausbildungsprämie

Das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" wird voraussichtlich 5 Fördermöglichkeiten umfassen. Drei Fördermöglichkeiten sollten Sie prüfen, wenn Sie durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen, wenn

- ein Ausbildungsbetrieb in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat

- oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.

Außerdem dürfen Sie nicht mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigen.

Die Förderungen, die bereits zu 01.08.2020 in Kraft treten sollen heißen:

1.Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus im Vergleich zum Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre (2000 Euro nach erfolgreicher Probezeit)

Und

2.Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus im Vergleich zum Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre (3000 Euro nach erfolgreicher Probezeit)

Der Antrag wird voraussichtlich bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) als durchführende Behörde gestellt werden müssen. Die Antragsdokumente sollen als als online ausfüllbare pdf-Dokumente zur Verfügung gestellt werden. Die Förderphase beginnt zwar am 01.08.2020, Anträge können aber erst nach erfolgreich absolvierter Probezeit gestellt werden, also frühestens Anfang November /Dezember je nachdem wie viele Monate Probezeit Sie vereinbahrt haben.

Es ist unbedingt erforderlich, dass sich die Betriebe vorab bei der Handwerkskammer ggf. auch bei der Industrie- und Handelskammer, bei der/denen die Ausbildungsverträge der vergangenen Jahre eingetragen wurden, eine oder mehrere Bescheinigungen zum Nachweis der Anzahl der Ausbildungsverträge der letzten drei Jahre besorgen. Diese Bescheinigungen sind dem bei der Agentur für Arbeit stellenden Antrag auf Ausbildungsprämie unbedingt beizufügen. Nur dann, wenn der Durchschnitt der innerhalb der letzten drei Jahre abgeschlossenen Ausbildungsverträge gleich geblieben ist bzw. sich erhöht hat, kann die Antragstellung nach der erfolgreich absolvierten Probezeit erfolgen, längstens jedoch bis zu drei Monaten nach Ende der Probezeit.

Für die Maßnahmen (1) und (2) gilt, dass der Zeitpunkt des Ausbildungsvertragsabschlusses vor Inkrafttreten der Richtlinie kein Ausschlussfaktor für eine Antragstellung ist. Auch vor dem 01.08 2020 abgeschlossene Ausbildungsverträge werden also bei Erfüllung der in den Eckpunkten genannten Bedingungen berücksichtigt.

Ein Anspruch des Antragstellenden auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht.

Auch erstmals ausbildende Betriebe können eine Prämie beantragen, da hier schon der erste Ausbildungsvertrag über dem Durchschnitt der drei vorhergehenden Jahre liegt.

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